Puttes und Reisfladen aus Aachen

In Aachen gibt es Reisfladen, die ein wenig nach Käsekuchen aussehen. Die aachener Variante des Reisfladens ist im Gegensatz zur beligischen Variante etwas fester und hat einen leicht gebräunten Deckel aus Eischnee. Außerdem gibt es in Aachen Blutwürste, die sich als Proviant und als Wurfgeschosse eignen und die Puttes genannt werden.

Der Puttes schmeckte sowohl kalt mit Senf und sauren Gurken, als auch warm zu Himmel und Ääd oder zu Sauerkraut. Wir fanden den Puttes am besten in klenkesdicke Scheiben geschnitten (Scheiben so dick wie der rechte, kleine Finger), leicht mehliert und dann nur kurz 2 bis 3 Minuten von beiden Seiten in der Pfanne angebraten. Aufmerksamkeit ist bei der überregionalen Verwendung der Bezeichnung Puttes geboten. Die aachener  / öcher / ocher Puttes ist eine Blutwurst. Puttes ist aber auch einer der vielen Namen eines verbreiteten Kartoffelgerichts aus geriebenen Kartoffeln, Zwiebeln und Speck, dass auch unter Döppekooche, Schorles, Dibbelabbes, Kesselknall, Uhles, Datschie, Kules, Knülles oder wie auch immer bekannt ist.

Rezept für Aachener Reisfladen:

  1. Milchreis kochen
  2. Hefeteig zubereiten
  3. den Hefeteig dünn auf den Boden einer Springform geben
  4. Zwei Eier trennen
  5. Das Eiweiß zusammen mit Zucker zu Eischnee schlagen und unter 1/4 der Milchreismasse heben.
  6. Die Eidotter mit der restlichen Milchreismasse vermischen und auf dem Hefeteig verstreichen.
  7. Darüber den Eischnee-Milchreis verstreichen.
  8. Jetzt nur noch circa eine halbe Stunde bei 200° backen & fertig.

 

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