Brockselsupp, Brockselsuppe oder auch einfach Branntweinsuppe

Weil die Brockselsuppe aus Hessen kommt ist sie eine Brockselsupp. Und die wird kalt gelöffelt. Aber das ist nicht die größte Besonderheit dieser Suppe. Ganz besonders besonders ist, dass die Brühe überwiegend aus Schnaps, nämlich Korn,  besteht und dass die Einlage kleine Lebkuchenstückchen sind.

Zutaten für 1 Liter Korn:

  • 1 Liter Kornbrand
  • gute 500 Gramm Zucker (gerne braun oder Kandis)
  • eine trockene Platte Lebkuchen (aber das ist ein ganz spezieller Lebkuchen!)
  • min. 500 ml Wasser
  • gerne ein wenig Branntwein zum Abschmecken

Zuerst wird die trockene Lebkuchenplatte in kleine Würfel geschnitten und der Zucker in kochendem Wasser aufgelöst. Viel komplizierter wird es nicht mehr. In einer Schüssel werden nun Lebkuchen, Schnaps und das erkaltete Zuckerwasser vorsichtig vermischt, bevor die Brockselsupp über Nacht durchziehen und durchkühlen kann.

Zum Verzehr gibt es einige Spezialregeln, die mit Löffeln, Schüsseln aus Zinn und Klopfzeichen, wann zu speisen ist, zu tun haben. Die traditionelle Zeit der Brockselsuppe ist in den Wintermonaten nach Silvester.

Wie bewertet man so eine Suppe? Der Geschmack war sicher nicht exquisite, aber er war in Ordnung. Die Brühe erinnerte an den respektablen Versuch einen Rum mit einfachen Mitteln zu imitieren. Dabei spielte der braune Kandiszucker, mit seinen Karamellaromen eine entscheidende Rolle. Und weil den ganzen Abend nur Schnaps-Zuckerwasser löffeln fad ist, waren die Lebkuchenstückchen – die Brocksel – immer wieder gern gesehene Gäste auf unseren Löffeln. Tatsächlich war der Konsum der Brockselsupp lustig, aber in Folge des Rituals auch anstrengend.

Na dann guten Appetit oder Prost Mahlzeit.