Blaue Zipfel, saure Bratwürste & saure Zipfel

Ob man die Würste jetzt blau, sauer, Bratwürste oder Zipfel nennt nimmt sich aus unserer Sicht nicht viel. Tatsächlich waren wir skeptisch, ob ein Bad in Zwiebel-Essig-Tunke wirklich einen Vorteil für die dünnen Bratwürste und noch mehr für ihre Esser mit sich bringt. Unser klares Fazit: Aber sicher! Und dafür gibt es mehrere Gründe.

1. Mit den Bestandteilen Wurst, Zwiebeln, Brot und Brühe kommen die sauren Bratwürste schon fast wie eine vollständige Mahlzeit daher.

2. Das fette Schweinefleisch in den Würsten harmonisiert im Geschmack perfekt mit der würzigen Säure der Essig-Zwiebel-Brühe.

3. Die ganze Sache ist nicht nur gut vorzubereiten, im Gegensatz zu gegrillten oder gebratenen Würstchen bieten die blauen Zipfel ein viel komfortableres Zeitfenster um sie warm und lecker verspeisen zu können, da sie in der Brühe weder anbrennen, noch austrocknen und dabei lange warm bleiben.

Zutaten für 8 saure Bratwürste:

  • Dünne Bratwürste (grob oder fein)
  • sehr viele Zwiebelringe
  • 125 ml Essig und auch gerne etwas Weißwein
  • min. 500 ml Wasser
  • nach Geschmack: 1-2 EL Salz, 1-2 EL Zucker, Senfkörner, Pfeffer, Lorbeerblatt, Wachholderbeeren, Pimentkörner, Koriander, Zitronenabrieb oder gleich Sauerbratengewürzmischung.

Die Zubereitung ist einfach. Alles bis auf die Würste in einen Topf geben, mit den Zwiebeln aufkochen lassen. Wenn die Zwiebeln den gewünschten Garpunkt erreicht haben, kann der Ofen aus und die Würste können rein. Jetzt ca. 20 Minuten warten, die Brühe noch einmal abschmecken und dann Würste, Zwiebeln und Brühe zusammen im tiefen Teller servieren.

Und in Amberg und Umgebung gerne mit Spitzel – das ist das geflochtene Brötchen im Hintergrund.