Fatschenbrunner Hutzeln

Das ist traditionelles Dörrobst aus Birnen. Der Herr H. fängt im Herbst die reifen Birnen der Streuobstwiesen und Baumfelder rund um Fatschenbrunn in Franken. Wenn er alle erwischt hat packt er sie in seinen holzbefeuerten Dörrofen, die Därre.  Nach einigen Tagen milden Dörrens bei ca. 60°C sehen die Hutzeln dann sehr hutzlig aus, sind jetzt lange haltbar und schmecken sehr gut. Ihr Wassergehalt liegt jetzt nur noch bei ca. 20%. Wenn man sie aufschneidet fällt einem sofort der süß-aromatische Duft auf. Von Außen sehen diese Trocken-Birnen zwar wenig verlockend aus, aber im Inneren zeigten sich die Schrumpelbirnen  bernsteinfarben, leicht saftig  und wirklich appetitlich.  

Geschmack:

  • Die Hutzeln sind lecker – auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so aussehen.
  • Die Hutzeln sind nicht sehr süß und auch kaum klebrig.
  • Der Geschmack von Birne ist eindeutig da, aber übertrieben intensiv ist er nicht.
  • Klaro erinnert der Geschmack an getrocknetes Obst. Im Fall der Birnenhutzeln schmeckt man deutlich das milde, aber doch konzentrierte Birnenaroma. Die Hutzeln erinnern aber auch stark an getrocknete Datteln, an gedörrte Pflaumen und ein wenig an Rosinen- nur nicht so süß und nicht so klebrig.
  • Wir haben sie sowohl mit und ohne Schale, als auch mit und ohne Kerngehäuse  gegessen. Die Kerngehäuse waren lecker, Frau Würze mochte auch die Schalen, der Trainer entfernte die lieber ein wenig.

Konsistenz und Struktur:

Die Hutzeln haben eine angenehme Bissfestigkeit. Sie sind weder so weich, dass sie an verfaultes Obst erinnern, noch zäh und schwer essbar wie versteinerte Früchte aus der Vorzeit.

 

Und, wer Hutzelbirnen hat muss nicht nur nicht verhungern, er muss auch keine Angst haben, dass ihm jemand sein leckeres Gemüse klaut. Denn dieser Köstlichkeit sieht man nicht an, dass sie genießbar ist.